Sölden, wo der Flow regiert.

Sölden im Sommer? Ist das nicht da, wo sich Klaus und Gabi beim Après-Ski kennen gelernt haben. Da, wo die Luzzi abgeht. Wer will denn nach Sölden?

Mein Sohn. Kurz vor den Sommerferien kam die Idee auf, dass er dort gerne hinfahren würde. Genauer gesagt zur Bike Republic Sölden. Wo der Flow regiert. Also auch wieder passend zu WOOD-YOGA. Denn auch hier geht es um den Flow. Wünsche werden erfüllt, besonders, wenn es sich noch um das Konfirmationsgeschenk handelt. Gesagt getan, Freund eingeladen und gesagt, dass Muddi mit den Kids und Zeltanhänger nach Sölden fährt.

Manchmal ist mein Mund schneller, wie das Hirn, denn vier Tage vorher fiel mir dann auf, dass Alpen ja auch Passstraßen bedeuten kann. Kleiner Hinweis: irgendeinen Schaden mit Höhe und Kurven habe ich wohl im Laufe meines Lebens erhalten. OK, macht ja nix, fällt nicht weiter auf, bei den anderen Schäden. Mann hat dann doch noch seinen Urlaub verlegen können und so wurde der Traildog (Zeltanhänger) wieder gepackt, startklar gemacht, alles verstaut und dann letzten Sonntag ging es ab nach Sölden. Achja, zuvor noch den Campingplatz in Sölden gebucht. Nicht unbedingt die Preisklasse, die wir sonst buchen, doch hat dieser natürlich sehr viele Vorteile, die für ihn sprechen: quasi direkt an der Gondel. Die Kids können mittags runter sich ausruhen, etwas zu essen machen. Also der perfekte Ausgangspunkt.

Ankunft bei Dauerregen ist für einen Zelturlaub nur bedingt glücklich, aber was will man machen. Der Zeltanhänger steht relativ schnell, wie jedes Jahr, nach einem Jahr Pause müssen wir uns erst die Markierungen an den Vorzeltstangen anschauen, uns eingrooven, damit wir dann trocken essen können. Da wir kurz nach den erheblichen Regenfällen angreist sind und schon auf der Fahrt erkennen konnten, dass der Fluss (Ötztalter Ache, ein Nebenfluss des Inns) ziemlich hoch ist, wurden wir von tosenden Geräuschen begrüßt. Der Platz war trocken. Das war die Hauptsache.

Mit der Ötztaler Ache durften wir einschlafen und wachten nach einer kühlen Nacht morgens auf. Kühl deswegen, da Sölden ca. 1370 Meter hoch liegt. Es war trocken und der Wetterbericht verhieß Sonnenschein. Nachdem die drei Tageskarte für die Gondel samt MTB gekauft war (wir profitierten von Kinder und Jugendlich), ging es für die Kids ab auf den Berg. Für uns Erwachsene ging es zurück zum Zelt, aufräumen, spülen und die Wanderschuhe schnüren. Denn was macht man im Sommer in Sölden? Wandern. Wie gut, dass ich zumindest in Übung durch den Jakobsweg in Portugal war (hierzu kommt bald auch eine Beitragsreihe im Blog).

Aktivitäten im Sommer in Sölden

Eins vorneweg, wenn Du wandern gehen willst und vor hast, mit der Gondel nach oben zu fahren, dann wird sich die Ötztal Inside Sommer Card lohnen. Neben der Gondel, kannst Du den Bus nutzen und hast viele weitere Vergünstigungen. Auch kann ein Tagesticket für die Gondel mit den Bikes dazu gebucht werden. Schwimmbäder und andere Ausflugsziele sind ebenso inkludiert. Wir haben erst am Dienstag die email erhalten, dass es die Karte gibt, nicht unbedingt auf dem ersten Blick verstanden, wie es funktionert, da es noch eine andere Karte gibt….

Welche Aktivitäten kannst Du machen, bzw. was haben wir unternommen? Es gibt bestimmt noch viel mehr zu entdecken, doch das war das, was wir in den fünf Tagen gemacht haben. Für mich die perfekte Mischung.

  • wandern
  • schwimmen
  • radfahren
  • Yoga
  • Ausflüge
  • uvm

Wandern ist eine Tätigkeit der Beine und ein Zustand der Seele

Josef Miller

Wohl war, besonders, wenn man vom Flachen oder auch aus dem Odenwald kommt. Ein deutsches Mittelgebirge ist nicht mit diesen Höhen zu vergleichen. Du findest auf Komoot unsere Wanderrouten. Wie immer, mein Urlaub ist nicht immer bestens vorgeplant. Will heißen, keine richtigen Wanderkarten, kein richtiger Plan, ich entscheide, spontan, wie, wo und was. Lasse mich treiben, bin im Flow und probiere alles so gut wie möglich zu genießen. Mit allen Sinnen, vor allem das landestypische Essen.

Wanderung: Sölden zur Gaislach Alm und zurück

 

 

 

 

 

Wanderung: Sölden – Leiterbergalm (Maria Alm) – Granstein und zurück.

Hier haben wir das Rad genutzt, um vom Campingplatz bis zur Giggijochbahn zu gelangen.

 

Wanderung: Gampe Thaya – Sonnenblick- Sölden.

Mein Highlight, denn es gab Yoga auf der Gampe Thaya mit Aneta Smoter.   

Vom Campingplatz ging es mit dem Bus zur Mautstelle, von da aus, ca. 20 Minuten wandern bis zur Gampe Thaya, um dann bei besten Wetter auf der frisch abgesensten Wiese mir meinen Yogaplatz zu suchen. Direkt neben den Hühnern. Bei diesem tollem Erlebnis war ich der einzige Urlaubsgast an diesem tollem Kraftort. Mit mir dabei waren noch andere Einheimische, die wissen, was gut ist. Aneta ging auf jeden Teilnehmer ein, ich bezifferte mich als Fortgeschrittener. Doch durfte ich erfahren, dass ich in der letzten Zeit nicht unbedingt ein kraftintensives Yoga gemacht habe. Oder einfach schon zu viel gewandert war, denn die Beinübungen hatten es in sich. Ich bin mir sicher, wenn Anfänger dabei sind, dann stellt Aneta ihr Programm um. Auch mir zeigte sie diverse Korrekturen und Anregungen. Dieser Platz ist einfach magisch. Tolles Wetter, toller Blick und super nette Betreiber. Das konnte ich erfahren, denn ich hatte das komplette Paket gebucht: Yoga und Frühtück auf der Gampe Thaya .  

Mitten in den Bergen, so einen tollen Ort zu finden, das nenne ich Luxus. Beim Frühstück wurden wir verwöhnt mit Sekt mit Granten. Rührei, Speck, Tomate. Frischem Brot, selbstgemachte Marmelade, Honig aus der Tiroler Umgebung. Müsli, selbsthergestellter Yoghurt. Leckerem Käse, leckerer Wurst und Kaffe, Wasser und leckerem Apfelsaft. Der Blick unbezahlbar. Die Besitzer so freundlich, ruhig und ausgeglichen. Am besten Du testest es selbst. Hier gibt es im Übrigen keine Cola und Pommes. Denn der Seniorchef setzte schon früh auf ein anderes Konzept und wird meiner Meinung nach damit belohnt. Die Alm wurde mehrfach ausgezeichnet und gehört auch zum Slow food dazu.

 

 

 

 

 

 

 

 

Wanderung vom Naturschwimmbad Umhausen zum höchsten Wasserfall Tirols, dem Stuibenfall.

Regenerationstag für die Wanderer und Trailfahrer. Ausflug zum Naturschwimmbad nach Umhausen. Wunderbarer Platz. Zwar kein Platz, um Bahnen zu schwimmen, doch wird der Besucher mit einer tollen Anlage belohnt und einem Naturteich. Seit über 20 Jahren besteht dieser wunderbare Platz. Die Gartenanlage ist wirklich beeindruckend, vor allem die Umgebung mit den Bergen. Hier direkt im Ort ist ein weiterer Campingplatz, der richtig nett aussieht. Eine Alternative für Besucher der Gegend, die nicht direkt am Bikepark wohnen wollen. Das Schwimmbad liegt an einem Ausflugsparkplatz (5€, die beim Eintritt mit 2€ vergütet werden), der der Startpunkt zur Wanderung zum höchsten Wasserfall Tirols geht. Der Stuibenfall. Eins vorneweg, die Wanderung und der Wasserfall sind ein Naturspektaktel. Quasi etwas zum Staunen. Der Wasserfall ist für mich ein Beispiel dafür, was Ehrfurcht bedeutet. Über dieses Thema findest Du hier mehr Infos.

Für mich war aber vor dem Wasserfall Schluss, denn man erreicht ihn nur über eine Hängebrücke. 😉

Auf dem Rückweg haben wir noch einen weiteren Campingplatz entdeckt, der auch wunderschön gelegen ist. Auch eine gute Alternative für Wanderer und preisbewusste Camper. Der Campingplatz Huben

 

 

 

 

 

 

 

Wanderung von Sölden zur Gampe Thaya, weils so schön war.

Gampe Thaya

der Tag vor der Abreise bedeutet mit einem Zeltanhänger auch, dass man möglichst viele Sachen, in diesem Fall, das Vorzelt, trocken einpackt. Die Kids schon früh auf dem Trail, die Erwachsenen packen das Vorzelt wieder ein. Eigentlich wollten wir zum Bergsteigerdorf nach Vent. Da die Zeit aber etwas knapp wurde, habe ich kurzerhand umgeplant und es ging zum (kulinarischen) Abschluss erneut zur Gampe Thaya. Was früher für mich der Satz war „da oben wartet der Eiswagen auf Dich“ war heute: bald gibt es was leckeres zu Essen auf der Gampe Thaya. Die Anstrengung wird sich lohnen. Denn das Essen ist gut und der Ausblick mega. Insgesamt kamen wir zwar etwas mit unserer supidupi Laienwanderkarte etwas vom Weg ab. Dank meiner Orientierung dann aber doch genau richtig unterhalb der Alm raus. Wir durften quasi übers frisch gesenste Wiesenfeld laufen, was gerade von der Familie und Freunden zusammen gerescht wurde. Ich wurde sogar wiedererkannt, dass ich diese Woche beim Yoga dabei war. Was will man mehr 😉

Den besten Platz auf der Alm ergatter und sich der Völlerei hingegeben. Es gab eine kleine Portion Käsespätzle, eine kleine Portion Knödel, sowie jeweils einen kleinen Kaiserschmarrn und Apelstrudel. Dazu passend eine Hollerschorle und Kaffee. Unser Abschiedsessen von diesem tollem Ausflug.

Hier findest Du die Wanderung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

So, ich hoffe, Du findest hier einige wertvolle Tipps, wenn Du überlegst, ob die Bike Repbulic Sölden etwas für Dich ist oder einfach, ob Sölden ein Besuch im Sommer wert ist. Mein Fazit: auf jeden Fall. Sollten Deine Kids noch kleiner sein, so ist es kein Problem, denn es gibt überall Bikeschulen, die wirklich schon den kleinsten diese Sportart beibringen. So hast Du auch freie Zeit für Dich. Oder, falls Du selbst fährst, dann fährst Du einfach mit Deinen Kids mit. Alles in Allem war es wieder eine perfekte Mischung. Meine Ressourcen konnten aufgeladen werden. Wie immer konnte ich erfahren, dass durch den Aufenthalt in der Natur alle fünf Superressourcen: Stolz, Entspannung, Dankbarkeit, Ehrfurcht & Freude angeregt werden. Dass die Natur ein wunderbarer Begleiter ist. Dir Kraft schenkt und den Akku aufflädt. Wenn Du derzeit nicht wegfahren kannst, dann empfehle ich Dir meinen Online-Guide für Deine nächste Genuss-Wanderung.  Hier findest Du ganz viele Anregungen, Ideen, Tipps für Deine nächste Wanderung. Es werden alle fünf Sinne angesprochen. Du erhälst viele Übungen für zwischendurch, fürs Innehalten, Staunen, Hören und Fühlen. On top viel Hintergrundwissen und sogar eine Yogaeinheit für daheim als Video.

Da am Rückreisetag der Fernpass quasi im Dauerstau war, befragte ich kurz googlemaps und bekam eine Alternativestrecke vorgeschlagen. Learning: Mit etwas mehr Vorbereitung klappt es bestimmt für Personen besser, die nicht so gerne Kehren und Höhen mit dem Anhänger fahren. Ich durfte im Nachgang lernen, dass der Hahtennjoch für schwerere Anhänger komplett gesperrt ist. Die Fahrt also für mich nicht unbedingt ein Erlebnis. Ich war mit Atmen und tappen beschäftigt. Die anderen fanden sie landschaftlich toll. Das, was ich gesehen habe, kann ich bestätigen. Allerdings nichts für meine schwachen Nerven. Hat ein gewisses Stresspotential enthalten.

Gerne lade ich Dich auch direkt in den Odenwald ein. Hier gibt es viel zu entdecken. Der Odenwald ist nicht soooo steil, wie die Ötztaler Alpen. 😉 Es gibt tolle Ferienwohnungen, u.a. auch unsere: Waldblick-Odenwald. Hier kannst Du wunderbar Genusswandern, Mountainbiken, Fachwerkstädte kennenlernen und die Seele baumeln lassen. Genauso wie in Sölden, gibt es für die Urlauber Yoga an tollen Plätzen, Du kannst geführte Wanderungen buchen oder auch mit Waldbaden mit mir in den Wald eintauchen.

Hast Du Fragen? Schreibe mir eine Nachricht oder hinterlasse ein Kommentar.

Warst Du schon einmal in Sölden? Hinterlasse mir ein Kommentar.

Ich wünsche Dir eine gute Woche!

Alles Liebe

Yvonne