Stolz und Dankbarkeit auf dem Jakobsweg 28.06.2021

auch aus Steinen, die dir in den Weg gelegt werden, kannst du etwas Schönes bauen

Johann Wolfgang von Goethe

Meine Erlebnisse & Emotionen

So Kinners, es ist soweit. Mein Rückflug geht heute. Ich habe meinen Jakobsweg, der eigentlich schon 2016 oder evtl. schön früher anfing tatsächlich geschafft. Ursprünglich wollte ich ihn 2020 zu meinem 40. Geburtstag laufen. So als Wegemarkierung zum Übertritt eines magischen Alters. Es sollte wohl nicht sein. Der Job hat es damals nicht hergeben. Zu wenig Urlaub. Dann kam Covid und alles war anders. Ich durfte auf meinem WEG erkennen, dass ich mich in Geduld üben darf. Das anscheinend andere Dinge wichtitger waren, als ich gedacht habe. Gesundung und auch das Thema bin ich an der richtigen Stelle. Vor allem im beruflichen Kontext. Ein Jahr Covid hat mich ehrlich gesagt an die Grenzen gebracht. Ich war froh, dass ich Techniken, Tools und Tipps aus meiner Yogalehrerausbildung und aus meinen Weiterbildungen hatte. Ich durfte Resilienz am eigenen Leibe spüren. Aber auch die Erfahrung aus meinem Umfeld, das präventives Arbeiten richtig Sinn macht. Resilienz, das eigene Schutzschild will kultiviert werden. Das geht nicht von heute auf Morgen. Was es benötigt: den Willen, etwas zu verändern. Durchzuhalten und dranzubleiben. Sich etwas vorzustellen, was man in der Zukunft verkörpern will.

Warum schreibe ich hier von Stolz und Dankbarkeit. Eine meiner Weiterbildungen hat mich ins Land der Emotionen und der Ressourcebildung gebracht. Damals hat es mein Kopf verstanden, doch eine weitere tiefere Ebenen war wohl erst 2021 dran 😉

Ich stehe also in Porto, packe meine sieben Sachen und lasse den WEG und Porto an mir vorbei ziehen. So, wie ich den Tag, den Jakobs-WEG begonnen habe, lasse ich ihn ausklingen.

Ich gehe zur lecker schmecker Bäckerei. Kaufe mir einen Galaho, zwei Pasteis de Nata. Esse sie an der Kathedrale, laufe zur Brücke und genieße die Aussicht. Verdrücke selbstverständlich noch ein paar Tränchen, gehe zum Bahnhof, an der Markthalle vorbei, setze mich in den Zug und fahre zum Flughafen.

Alles klappt. Ich bin stolz. Verspüre ihn in meinem Körper. Kann ihn direkt in einer Körperregion benennen. Ich bin dankbar, dass alles geklappt hat. Ich bin dankbar, dass daheim die Stellung gehalten wurde!

Der Flug und all das Gedöns am Flughafen klappen, in Frankfurt werde ich abgeholt. Doch in bin still. Fühle mich tatsächlich ein wenig fehl am Platz. Daheim erwartet mich ein selbstgekochtes Essen, alle sind da. Quasi wie immer.

Bin ich anders geworden? Meine Familie? Ich kann es dir an diesem Abend nicht beantworten. Auf jeden Fall bin ich sofort wieder integriert, denn relativ schnell kommt von Sohnemann die Ansage: “kannst Du mir bitte die Wasserflasche geben”. Wohlgemerkt ist sie von ihm mit einem Handgriff zu erreichen. Es ist wohl die Art der Teenager, die Mutter wieder daheim zu willkommen.

Ich war mir ziemlich sicher, dass ich relativ zügig nach meinem Jakobsweg, diesen Rückblick schreiben werde. Doch dann kam der Alltag. Das Leben. Die Integration wieder in die Familie und den normalen Ablauf. Der Sommer stand vor der Tür. Eine gemeinsames Wochenende mit Wandern in Sölden, diversen Wanderungen im Odenwald. Der Absage des Hollandurlaubes aufgrund einer Inzidenz von 200 ;-). Ja, die Ferienwohnung gab es auch noch, mein Yogabusiness mit dem Outdoor Yoga ebenso und dann passierten noch die vielen kleine anderen Dinge, die uns den Alltag erlebbar machen.

Jobtechnisch gab es noch eine Änderung, ein Bewerbungsverfahren, dass  sich etwas länger hingezogen hatte, eine Einladung zu einem weiteren Gespräch. Das Spüren, was mein Bauch sagt, mein Kopf denkt. Das merken, dass ich immer besser mit meinem Bauch kommunizieren lernen durfte. Ich durfte erleben, was es bedeutet, wenn der Körper, Geist und Seele in Ruhe, Entspannung und Sicherheit sich befinden. Es gibt noch so viel mehr. Vieles, was ich Dir hier reinschreiben möchte, habe ich mittlerweile erlebbar für Dich gemacht. In meinen Kursen, in meiner WEG-Begleitung (doch dazu folgt noch etwas extra, denn diese hat sich so richtig erst nach dem Rückblick schreiben heraus kristallisiert)

Eins kann ich Dir sagen: die ganze Sache wurde so richtig rund im Feburar 2022. Denn da bin ich noch einmal nach Faro geflogen, bin wieder einzelne Etappen der Rota Vicentina gelaufen. Habe meine Jakobs-WEG-Projekt abgeschlossen. Für mich emotional und mental einen Schluss-Strich gezogen zu meinem bewusst gewählt einem Jahr Auszeit.

Sei also gespannt. Es wird noch weitere Beiträge rund ums Wandern, Resilienz, Ayurveda und Emotionen, sowie Hormone geben. Denn sie hängen alle zusammen.

LG aus Wald

Yvonne

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